Welche Fische passen zusammen ?

Vor dem Aquarium Kauf solltest Du Dir genauestens Gedanken darüber machen, welche Fische Du später in deinem Aquarium halten möchtest. Natürlich spielt für jeden Aquarianer die optische Schönheit eines Aquariums eine wesentliche Rolle, wozu neben den Pflanzen und der Dekoration auch die Fische ihren Beitrag leisten. Fische sollten aber in keinem Fall nur nach ihrer Farbe und ihrem Aussehen ausgewählt werden. Damit Du einen langlebigen Erfolg für Dich und Deine Fische erzielen kannst, musst Du eine Vergesellschaftung deiner unterschiedlichen Fischarten erzielen.

Es gibt keine 100%ige Sicherheit auf eine erfolgreiche Vergesellschaftung. Sämtliche Strategien zielen darauf ab unter den Fischen keine Konkurrenz sowie wenig Stress entstehen zu lassen. Bei nicht beachten können Fische verletzt werden, krank werden oder letztendlich sterben. Der Erfolg hängt vom individuellen Charakter des Fisches ab. Unter Beachtung der folgenden Punkte kannst Du eine Vergesellschaftung jedoch deutlich begünstigen:

Die 9 Regeln für eine erfolgreiche Vergesellschaftung deiner Fische

Fische mit ähnlichem Verhalten auswählen (Revierverhalten) !
Bestimmte Fischarten haben ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten und reagieren aggressiv auf andere Fische.

Du solltest natürlich in keinem Fall Räuber und Beutetier in einen Raum zusammensperren. Auch wenn die potentiellen Beutefische bereits ausgewachsen und zu groß geworden sind um für den Jäger als Beute zu fungieren, sind diese in dauerhafter Gegenwart ihrer natürlichen Feinde einer permanenten Stresssituation ausgesetzt.

Tipp
Achte an dieser Stelle insbesondere darauf, keine „Flossenknabberer“ mit Fischen welche große Flossen (Fadenfische, Kampffische, Skalare) haben zu kombinieren.

Kombiniere daher nur Jäger und Jäger, Beutetier und Beutetier, ruhiger Fisch mit ruhigem Fisch, lebhaften Fisch mit Lebhaftem, Schwarmfische mit Schwarmfischen.

Weiterer Tipp
Schwarmfische benötigen mindestens 10 Fische derselben Art. Große Schwärme wirken im Aquarium schöner.
Fische mit ähnlichen natürlichen Lebensräumen auswählen (Wasserparameter) !

Jede Fischart lebt in ihrem eigenen Toleranzbereich für bestimmte Wasserwerte. Die wichtigsten Werte stellen hierbei die Gesamtwasserhärte, die Karbonathärte und insbesondere der pH-Wert dar. Fische reagieren besonders empfindlich auf Schwankungen des pH-Wertes. Achte daher bei der Fischauswahl darauf nur Fische miteinander zu kombinieren, welche ähnliche Bedingungen an Ihre Wasserwerte stellen. Informiere Dich vorweg gut über die Wasserwerte deiner Fische. Bewege dich bei der Einstellung dieser Parameter immer mittig innerhalb des Toleranzbandes und vermeide ein Annähern an die Grenzwerte.

Tipp: Wähle Fischarten aus deren Wasserwerte denen unseres Leitungswasser entsprechen. So ersparst Du dir die Aufreinigung (Enthärten, Entsalzen) und deinen Fischen die Gefahr der Abweichung !
Fische mit unterschiedlichen Schwimmzonen auswählen !

Fische bewegen sich üblicherweise in unterschiedlichen Schwimmzonen. Dabei hält sich ein Fisch überwiegend in seiner bevorzugten Schwimmzone auf. Einige Fischarten halten sich restriktiv an der Oberfläche auf, wohingegen andere den Bodenbereich des Aquariums bevorzugen.  Bei der Fischauswahl sollte da eine gute Mischung gewählt werden.

Tipp: Achte bei der Auslegung deines Aquariums in Größe und Gestaltung darauf, dass jeder Fisch seinen bevorzugten Lebensbereich (Uferzone, Geröllzone, Freiwasserzone) vorfindet.
Ausreichend Raum für die Fische schaffen (Aquariengröße) !

Wieviel Fische pro m3 ?

Arten- und Gesamtanzahl der Fische sowie die Gruppenanzahl beachten !
Größenunterschiede der Fische vermeiden !

Was bei reinen Pflanzenfressern kein Problem darstellt kann bei Fleischfressern problematisch werden. Größenunterschiede bei Fischen können zu Konkurrenzverhalten und Stresssituationen führen. Die Großen fressen die Kleinen gilt auch für Fische. Kleine Fische können daher leicht als Futter angesehen werden.

 

Tipp: Größenunterschiede sind bei Fischen ein Katalysator für Konkurrenz.

Wasserparameter an die Fische anpassen !
Rückzugsmöglichkeiten für Fische anbieten (Einrichtung, Pflanzen, Dekoration)
Nahrungsunverträglichkeiten und Nahrungskonkurrenz vermeiden !

Das Futter muss für alle Arten passend ausgewählt werden. Manche Fischarten sind Nahrungsspezialisten. Wenn z.B. Plankton fressende Fische mit pflanzenfressenden Fischen gehalten werden, kann dies zu Darmerkrankungen oder Überfütterung oder Mangelernährung führen.

Als Neueinsteiger in die Aquaristik ist es natürlich nicht einfach die oben aufgeführten Punkte alle korrekt zu bedenken. Dies haben wir Dir bereits abgenommen. Nutze zu deiner Fischauswahl daher einfach die folgende Tabelle:

 

Tipp: Wähle für den Anfang eine Kombination mit „normalerweise verträglich“ (grün) aus !